Behandlungsvertrag Physiotherapie: Muster-PDF, Honorarvereinbarung, Textbausteine


Laura Wude (Praxisleiterin & Therapeutin)
03.02.2026  |  10 Kommentare
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Die Infos, Textbausteine und Vorlagen zum Behandlungsvertrag Physiotherapie basieren auf meiner Erfahrung als Praxisinhaberin und Referentin sowie dem Wissen aus dem thevea-Team. 

Alle Angaben sind ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf rechtliche Vollständigkeit oder Sicherheit. Für rechtlich verbindliche Beratung wende dich bitte an eine Anwältin, einen Anwalt oder eine Fachstelle.

Behandlungsvertrag Physiotherapie für Eilige

Ist ein schriftlicher Behandlungsvertrag in der Physiotherapie Pflicht?

Nein. Allerdings schließt du automatisch einen Behandlungsvertrag mit Rechten und Pflichten aus dem BGB, sobald Patientinnen und Patienten dein Behandlungsangebot annehmen. Für Transparenz und Klarheit empfiehlt sich daher ein schriftlicher Vertrag.

🗨 Live-Chat: Kurze Frage zum Behandlungsvertrag?

z. B.  Muss der Aufnahmebogen bzw. Behandlungsvertrag bei gesetzl. Pat. bei jeder neuen Verordnung unterschrieben werden oder nur einmalig ... 

Antworten sofort aus diesem Artikel

Behandlungsvertrag Physiotherapie (Muster-PDF)

Einen schriftlichen Behandlungsvertrag solltest du mit allen Patient:innen schließen. Ausnahme: Wellness- oder Präventionsmaßnahmen ohne therapeutischen Kontext

Honorarvereinbarung Physiotherapie für Privatpatienten (Muster-PDF)

Honorarvereinbarungen schließt du nur mit Privatpatient:innen, Selbstzahler:innen und für Zusatzleistungen bei gesetzlich Versicherten.

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Fast nebenbei erledigt: Privat- & Selbstzahlerrechnungen, Zuzahlung, Ausfallrechnungen, Honorarvereinbarungen.

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Behandlungsvertrag Physiotherapie: Gesetzliche Grundlagen nach BGB

Ein Behandlungsvertrag in der Physiotherapie regelt die Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeut:in und Patient:in und definiert die gegenseitigen Rechte und Pflichten beider Parteien. 

Die gesetzliche Grundlage ist in §§ 630a bis 630h des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) festgelegt. 

Dann entsteht ein Behandlungsvertrag in der Physiotherapie

Der BGB-Behandlungsvertrag tritt automatisch in Kraft, sobald eine Patientin oder ein Patient dein therapeutisches Behandlungsangebot in Anspruch nimmt. 

Eine schriftliche Vereinbarung ist aus gesetzlicher Sicht nicht erforderlich – der Vertrag kann auch mündlich oder konkludent (durch schlüssiges Verhalten, z. B. Terminvereinbarung) zustande kommen.

Darum sind schriftliche Behandlungsvereinbarungen sinnvoll

Viele Patient:innen – und auch einige Therapeut:innen – kennen die gesetzlichen Rechte und Pflichten eines Behandlungsvertrags nicht.

  • Bei mündlichen oder konkludenten Behandlungsverträgen willigen sie ggf. unwissend in Vereinbarungen ein, mit denen sie nicht einverstanden sind.

  • Das kann zu Unsicherheiten, Missverständnissen und Diskussionen über Abrechnungen, Behandlungsabläufe oder Ausfallgebühren führen.

  • Was wiederum die gute Zusammenarbeit während der Therapie blockieren und im Streitfall auch rechtliche Folgen mit sich bringen kann.

Der Behandlungsvertrag als Basis

Ein schriftlicher Behandlungsvertrag kann dich und deine Patient:innen schützen und schafft eine verlässliche Basis für die Zusammenarbeit.

  • Transparenz für beide Seiten: Alle wichtigen Regelungen sind verständlich festgehalten
  • Rechtssicherheit: Im Streitfall hast du eine klare vertragliche Grundlage
  • Empfohlen von Berufsverbänden & Anwält:innen der Heilmittelbranche

Behandlungsvertrag für Physiotherapiepraxen: Rechte und Pflichten

Egal, ob konkludenter, mündlicher oder schriftlicher Behandlungsvertrag: Die folgenden Pflichten des Bürgerlichen Gesetzbuches müssen bei allen physiotherapeutischen Behandlungen erfüllt werden. Im Umkehrschluss kann auf die Rechte aus Behandlungsverträgen bestanden werden.